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Test your German!
If you want to study any subject at a German University, you have to undergo a language examination. Below you will find two exercises. To test your German, read the texts 1 and 2 below and answer the questions!
There are, of course, many correct solutions possible - hence your tests must be corrected individually by your German language teacher. I also provide a correction service at a small charge. Please contact me by email if your are interested in further details!
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Text 1. Die Informationsgesellschaft von morgen
Das Szenario läßt kaum noch Wünsche offen: Am Großbildschirm im Wohnzimmer rufen die Menschen Kinofilme und Nachrichten ab. Sie können auf der Couch sitzen bleiben, wenn sie mit der Fernbedienung in der Hand einkaufen, Zeitung lesen, lernen und spielen. Im Zimmer nebenan ist der Telearbeiter der Zukunft tätig. Ins Büro muß er nicht mehr gehen. Frei von festen Arbeitszeiten und Verkehrsproblemen sendet er die Ergebnisse seines elektronischen Wirkens direkt an den Arbeitgeber. Über Computer und Bildtelefon arbeitet er mit Fachleuten in aller Welt zusammen, die räumliche Entfernung spielt für ihn keine Rolle mehr. In den Arbeitspausen sieht er seine elektronische Post durch.
Schöne neue Welt -häßliche neue Welt: Wenige Technologien haben so große Hoffnungen und zugleich so dramatische Ängste geweckt wie die Infobahn, das Sinnbild der Informationsgesellschaft.
Die einen setzen vor allem auf die technischen Möglichkeiten der vernetzten Welt von morgen: Menschen können rund um den Globus miteinander kommunizieren, elektronische Gemeinschaften bilden, alle denkbaren Informationen abrufen. Diese Optimisten sehen in der vernetzten Welt von morgen nicht nur einen Befreiungsschlag für den einzelnen, sie machen auch geltend, daß uns gar nichts anderes übrig bleibt, als die Informationstechnologie schnellstens anzunehmen und einzusetzen. Länder, die dies nicht tun, so argumentieren sie, werden künftig nicht mehr wettbewerbsfähig sein.
Die anderen hingegen schreckt die Vorstellung, viele Menschen könnten daheim am Bildschirm vereinsamen oder jeden Bezug zum wirklichen Leben verlieren. Die Pessimisten erwarten eine Gesellschaft, durch die sich ein tiefer Graben zieht. Danach werden die Reichen noch reicher, die Klugen noch klüger. Aber die meisten Menschen können von der neuen Technik nicht profitieren. Sie werden arbeitslos oder verdingen sich als scheinbar Selbstständige auf der Infobahn - eine breite, verarmte Unterklasse im digitalen Zeitalter.
Die Informationsgesellschaft wird, soviel ist gewiß, große Anpassungsfähigkeit verlangen - vom einzelnen und vom Staat. Die Druckerpresse brauchte Jahrhunderte, um ihre Macht zu entfalten, Radio und Fernsehen benötigten immerhin mehrere Jahrzehnte. Die Infobahn wird uns wesentlich schneller ereilen. Schon hat sich das aus Amerika stammende Netz der Netze, das sogenannte Internet, als Vorläufer der Infobahn etabliert. Weltweit nutzen es heute bereits mehr als dreißig Millionen Menschen. Schulen entdecken die neue Technologie. Viele Unternehmen setzen ihre ersten Telearbeiter ein. Und digitales Fernsehen wird nächstes Jahr die Zahl der TV- Kanäle hierzulande verdreifachen.
Man braucht sich nur umzuschauen: Der Wandel hat längst begonnen.
Text aus: U.J. Heuser, Am Bildschirm allein zu Haus, in: Die Zeit 43/1995, S. 54
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Geben Sie den Text anhand der folgenden Fragen wieder!
1) Was können die Menschen zukünftig vom Wohnzimmer aus tun?
2) Wie und wo arbeitet der Telearbeiter der Zukunft ?
3) Welche Vorteile der Informationsgesellschaft sehen Optimisten?
4) Welche Nachteile der Informationsgesellschaft sehen Pessimisten?
5) Was sagt der Text über die Infobahn im Vergleich zu Druckerpresse, Radio und Fernsehen?
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Text 2. Reisen im Internet
Das Cyber Café in New York ist eines der ersten seiner Art. Auf den meisten Tischen stehen keine Tassen und Teller, sondern Computer. Für ein paar Dollar pro Stunde begeben sich die Gäste auf die Reise ins Internet. Statt der üblichen Tischgespräche hört man es vor allem klicken und tippen. Derzeit öffnen solche Computercafés vielerorts. Dort geschieht im Kleinen, was die Informationsgesellschaft auch im Großen kennzeichnet: Die Menschen tauschen Gemeinschaften in der wirklichen Welt gegen virtuelle Kontakte ein.
Für viele Netzfreunde ist Gemeinschaft gar das Schlüsselwort der elektronischen Zukunft: Danach können Menschen im Computernetz den Anschluß finden, den sie in ihrer realen Umgebung vermissen. Unabhängig von Ort und Zeit können sie sich mit Gleichgesinnten austauschen. Sie sind der Meinung, daß Kommunikation der Beginn von Gemeinschaft ist, und daß ein globales Informationsnetz neue Gemeinschaften hervorbringen wird. In der Tat stellen Computernetze immer neue Verbindungen zu verwandten Informationen, zu weiteren Quellen und Personen her. Das ist ihre Stärke.
Freilich muß man sich darüber klar werden, was elektronische Gemeinschaft bedeutet. Kontakte in der virtuellen Welt beginnen schnell und enden schnell. Auch wenn eine Gruppe schon länger besteht, kann sich der Netzreisende ihr mit einem Knopfdruck entziehen. Sie ist nur da, bis das Computermodem die Verbindung abbricht.
Die Infobahn fördert keine gemeinsamen Werte, sondern streicht die Unterschiede heraus. Sie ermöglicht es dem einzelnen, sich irgendwo auf der Erde Gleichgesinnte zu suchen und sich von allen anderen abzugrenzen.Damit kann er den meisten Problemen und Anforderungen realer Gemeinschaften aus dem Weg gehen. Zur selben Zeit lösen sich in der Informationsgesellschaft gemeinschaftsbildende Institutionen auf. Der Sozialstaat bröckelt, gemeinsame Arbeitsstätten gehen verloren. Und für diejenigen, die daheim mit Lernprogrammen am Computer arbeiten, wird auch die Bildung zu einem individuellen Ereignis.
Indes ist es kein Wunder, daß einige Netzreisende regelrecht süchtig nach elektronischen Clubs im Internet werden. Dort können sie Rollen annehmen, die sie sonst nicht innehaben, sich einen Namen machen und Respekt verschaffen. Denn um sich im Gruppenleben des Netzes durchzusetzen, sind andere Fähigkeiten gefragt als im realen Leben. Viele Dimensionen des normalen Umgangs miteinander spielen dort keine Rolle.
Man kann sich leicht vorstellen, daß dieser Reiz der virtuellen Welt weiter zunimmt, wenn die Infobahn erst einmal ausgebaut ist. Die Gefahr ist groß, daß die Menschen den fundamentalen Unterschied zwischen Cyberclub und der Welt außerhalb des Netzes nicht mehr wahrnehmen. Hier wie dort verwenden sie die gleichen Vokabeln: sie "treffen sich", "verabreden sich", "diskutieren". Sie tauschen reale gegen virtuelle Begegnungen und wähnen sich nach wie vor in einer sozialen Gemeinschaft.
aus: U.J. Heuser, Am Bildschirm allein zu Haus, in: Die Zeit 43/1995, S. 54
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Lösen Sie die folgenden Aufgaben:
1) Finden Sie Synonyme für diese Wörter:
global (Z.12) die Verbindung (Z.13) süchtig (Z.27)
2) Finden Sie Antonyme für diese Wörter:
die Quelle (Z.14) die Stärke (Z.14) enden (Z.16)
3) Nennen Sie 2 Beispiele für gemeinschaftsbildende Institutionen (Z.23)
4) Finden Sie jeweils einen Titel für den Abschnitt 2 (Z.8-14) und den Abschnitt 3 (Z.15-26)
5) Erklären Sie den Begriff "Gleichgesinnte" (Z.11, Z.19)
6) Formulieren Sie den Inhalt des folgenden Satzes mit eigenen Worten: Und für diejenigen, die daheim mit Lernprogrammen am Computer arbeiten, wird auch die Bildung zu einem individuellen Ereignis. (24-26)
7) Beantworten Sie so ausführlich wie möglich folgende Frage! Was ist der Unterschied zwischen einer virtuellen und einer realen Gemeinschaft?
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Daniela Magill (Updated January 2000)
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